I. Zwischen Mächten und Werten

Walled City – eine Stadt im Niemandsland
(Maja Blumer)
Vor 20 Jahren wurde die Walled City in Hong Kong dem Erdboden gleichgemacht. Jahrzehntelang blieb diese dicht besiedelte Stadt dem Zugriff der britischen und chinesischen Behörden entzogen und es bildete sich ein Staat eigener Art, in dem die Mafia die Regierungshoheit hatte und die Grenze zwischen legaler und illegaler Tätigkeit neu gezogen wurde. Eine Stadt, in die kein Sonnenstrahl eindrang, die aber dennoch für zehntausende von Menschen ein Zuhause war.

Philosophische Gesprächsaufzeichnung – Über Bildung, Machtverhältnisse und Handeln des Menschen
(Anneliese Rieger, René Tichy und Rolf Gregor Seyfried)
Drei PhilosophInnen widmen sich im Gespräch miteinander wesentlichen Fragen der menschlichen Existenz. Was bedeutet es, gebildet zu sein? Wie steht es um den Handlungsspielraum des einzelnen Menschen? Kierkegaard, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wurde, Michel Foucault und Hannah Arendt finden in diesem Gespräch ebenso Niederschlag, wie die beruflichen Lebenswelten der Diskutierenden.

On Confucian Remonstrance and Political Courage
(James Garrison)
The Chinese notion of remonstrance (jiàn 谏) brings with it a number of implicit connotations calling for attention before dealing with it explicitly as a philosophical topic. Remonstrance, especially as understood within the dominant Confucian tradition, differs from Western liberal models of free speech and from the more specifically philosophical Platonic/Socratic paradigm of parrhesia (παρρησία), speaking truth to power. Fittingly, Confucianism sets forth a distinctively personal and role-based approach to politically contentious speech, albeit one that is perhaps less direct and less based on lofty ideals of truth and more based on social roles, personal relations, and situational context.

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